Lasertherapie der Prostata

Die Prostata

Die Prostata ist eine Drüse des Mannes zwischen Blase und Penis. Die Harnröhre verläuft durch die Prostata hindurch. Sie bildet einen Großteil der Samenflüssigkeit. Im Alter kommt es bei den meisten Männern zur gutartigen Vergrößerung der Prostata.

Dadurch wird die Harnröhre eingeengt. Für den betroffenen Mann bedeutet dies, dass er nicht mehr so gut Wasser lassen kann. Typische Symptome sind häufiges, vor allem nächtliches Wasserlassen, jeweils nur kleine Urinmengen, plötzlicher Harndrang, Nachträufeln, ein abgeschwächter Harnstrahl mit Restharnbildung bis hin zu einem Harnverhalt.

Am Anfang steht eine medikamentöse Behandlung. Dadurch kann vielen Patienten geholfen werden.
Wenn die Medikamente jedoch nicht oder nicht mehr den gewünschten Erfolg bringen, sollte eine operative Behandlung erfolgen.

Die normale Prostata stellt kein Hindernis für den Harnfluss dar. Die vergrößerte Prostata behindert den Harnfluss, führt zu Restharn und zu typischen Beschwerden.

Die Hobelung

Die klassische Methode, die Prostata zu verkleinern, ist die transurethrale Resektion der Prostata (TUR-P), das sogenannte Abhobeln mit der elektrischen Schlinge. Diese Methode wird schon lange erfolgreich praktiziert und gilt als Referenzstandard. Sie gehört weltweit zu den am häufigsten durchgeführten Operationen, da die gutartige Vergrößerung der Prostata ein Volksleiden ist.
Nach der Operation wird ein Blasenkatheter eingeführt, der die Wundfläche abdeckt und den Urin ableitet. Diesen Katheter behält der Patient gewöhnlich für 3-5 Tage.

Die Methode der Abhobelung wurde im Verlauf der letzten Jahrzehnte stets weiterentwickelt und kann als sicheres Verfahren bezeichnet werden.

Dennoch kann es bei der klassischen Hobelung zu Blutungen oder Herz-Kreislauf-Komplikationen durch Einschwemmung von Spülflüssigkeit ins Blut kommen. Insbesondere bei Patienten mit Blutverdünnung besteht ein erhöhtes Komplikationsrisiko. Um diese Risiken weiter zu verringern, suchen die Urologen seit langem nach einer schonenden Alternative.

Der endoskopische Blick auf eine vergrößerte Prostata vor der Operation: Die Harnröhre ist hochgradig eingeengt.

Das Bild nach Operation:Die Harnröhre ist wieder frei durchgängig.

RevoLix-Laser - Die Alternative

Die transurethrale Laserresektion der Prostata mit dem sog. RevoLix-Laser stellt die erste wirkliche Alternative zur Prostata-Hobelung dar. Bei diesem Verfahren wird ähnlich wie bei der klassischen Hobelung das Gewebe der Prostata entfernt, ein Teil des Gewebes wird zusätzlich verdampft („ver-dampfendes Schneiden“). Dadurch wird die Harnröhre im Bereich der Prostata erweitert.

Der Laser hinterlässt eine blutungsfreie Schnittfläche.

Der RevoLix-Laser verdampft das Gewebe präzise und kontrolliert. Die Tiefenwirkung des Lasers ist weniger als 2 mm. Dies reicht aus, um die Blutgefäße zuverlässig zu verschließen. Das tiefer gelegene Gewebe wird geschont.

Das Endergebnis ist vergleichbar mit der Hobelung. Der Eingriff ist jedoch deutlich weniger belastend als die klassische Methode. Der Patient kann die Klinik etliche Tage früher verlassen, da aufgrund der guten blutstillenden Eigenschaften ein Blasenkatheter nur für ca. einen Tag erforderlich ist.

Vorteile des RevoLix-Systems

Reduzierung des Blutungsrisikos durch effektive Gefäßverödung mittels Lasertechnologie

Insbesondere Risikopatienten mit Blutverdünnung kommen für diese schonende Methode in Betracht

Reduzierung von Herz-Kreislauf-Risiken durch Verwendung von verträglicherer Spülflüssigkeit

Gleichzeitige Gewebeverdampfung und Gewebeabtrag sichern langfristig ein gutes Ergebnis

Möglichkeit der feingeweblichen Untersuchung zum Ausschluss eines Tumors

Kurze Katheterzeit mit deutlicher Verkürzung des stationären Aufenthalts (verglichen zur Hobelung)

Keine Schädigung des tieferliegenden Gewebes

Es fließt kein Strom durch den Körper

Als Standardmethode etabliert

Weltweit topaktuell und hochmodern

Keine Zuzahlung für den Patienten