Inkontinenz

Ungewollter Abgang von Urin, allgemein auch als "Blasenschwäche" bekannt, ist vor allem unter Frauen ein häufig auftretendes Problem. Schätzungsweise 10-20 % aller Frauen leiden unter mehr oder weniger regelmäßig auftretender Inkontinenz, wobei keineswegs nur ältere, sondern auch viele junge Frauen (z.B. nach Schwangerschaften) betroffen sind. Wenig bekannt ist, dass Harninkontinenz nicht selten auch bei Männern im fortgeschrittenen Lebensalter auftritt. Der Leidensdruck ist für die Betroffenen im Allgemeinen sehr hoch.

Bei Harninkontinenz handelt es sich nicht um ein eigenständiges Krankheitsbild, sondern um ein Symptom für Erkrankungen der Harnblase, der Harnröhre oder des Harnröhrenverschlusses.

Therapie

Als Therapie bei Harninkontinenz haben sich unterschiedliche Strategien bewährt. Bei der sogenannten Dranginkontinenz erreichen verschiedene Medikamente eine deutliche Linderung der Beschwerden. Die Stressinkontinenz, das heißt der ungewollte Verlust von Urin bei körperlichen Belastungen, kann heutzutage in den meisten Fällen durch eine sogenannte Schlingenoperation (z.B. TVT, Transobturatorisches Band) erfolgreich behandelt werden.