Gutartige Prostataerkrankungen

Gutartige Prostatavergrößerung

Lasertherapie der Prostata

Häufigkeit

Die benigne Prostatahyperplasie (BPH), also die gutartige Prostatavergrößerung, ist die häufigste gutartige Erkrankung des Mannes überhaupt. Ab dem 75. Lebensjahr ist diese bei nahezu allen Männern nachzuweisen.

Ursachen

Die Ursachen für die Entstehung einer Prostatavergrößerung sind nicht vollständig geklärt. Es gilt als gesichert, dass Veränderungen bei der Produktion von Geschlechtshormonen im höheren Alter mit verantwortlich sind. Außerdem scheinen angeborene Faktoren eine entscheidende Rolle zu spielen.

Typische Beschwerden

Die Prostata legt sich um die Harnröhre. Deshalb kann es bei einer Größenzunahme zu einer deutlichen Einengung der Harnröhre kommen. Dies führt dann zum erschwerten Wasserlassen. Die häufigsten Probleme sind:

  • Nächtliches Wasserlassen
  • Häufiges Wasserlassen
  • Brennen beim Wasserlassen
  • Schwacher Harnstrahl
  • Plötzlicher unkontrollierter Harndrang
  • Blasenentzündung / Prostataentzündung

Unterbleibt im fortgeschrittenen Stadium eine entsprechende Therapie, so kann dies häufige Harnwegsinfektionen mit Blasensteinbildung, Harnsperre sowie Harnstauung bis hin zum Nierenversagen zur Folge haben .

Diagnostik

Die Prostataabtastung über den Enddarm ist nach wie vor ein wichtiger diagnostischer Schritt. Hier kann der Urologe Beschaffenheit und ungefähre Größe der Prostata bestimmen. Die Bestimmung des prostataspezifischen Antigens (PSA) im Blut des Patienten ist neben anderen Methoden ein wertvoller Test, um ein Prostatakarzinom zu entdecken. Die transrektale Ultraschalluntersuchung dient neben der exakten Bestimmung des Prostatavolumens auch zur genaueren Beurteilung des Prostatagewebes. So können Auffälligkeiten frühzeitig entdeckt und gegebenenfalls weiter abgeklärt werden.

Darüber hinaus wird bei jedem BPH-Patienten eine sogenannte Uroflowmetrie (Harnstrahlmessung) durchgeführt. Bei dieser Untersuchung wird die Harnstrahlstärke gemessen. Bei Verdacht auf eine Harnröhrenenge wird gegebenenfalls eine Röntgenuntersuchung durchgeführt. In schweren Fällen von Blasenentleerungsstörungen kann eine urodynamische Untersuchung (Druck-Fluss-Studie) erforderlich sein.

Therapie

Eine leichte Vergrößerung der Prostata kann sehr gut mit Medikamenten behandelt werden. Hier stehen Alpha-Rezeptor-Blocker, Hormonpräparate (Antiandrogene) und Phytotherapeutika (Pflanzliche Wirkstoffe) zur Verfügung.

Bei einer fortgeschrittenen Vergrößerung der Prostata ist im allgemeinen eine Operation unumgänglich.

Hier können wir Ihnen modernste Operationstechniken und Therapieoptionen anbieten.

Jeder Patient wird hierbei als Einzelfall angesehen. Je nach Prostatagröße, Risikoprofil, Alter, oder etwaigen Nebenerkrankungen, bieten wir Ihnen eine optimale, individuell auf Sie zugeschnittene Therapieform an.

Weitere Infos finden Sie unter: Medicine Worldwide: Prostatvergrößerung